Bayer 04 und Hopping

Pokal in Frankreich

Zum „Coup de France »

 

Ein Kurztrip zum Französischen Pokal vom 03.01. bis zu 04.01.2009

 

 

Noch nicht wieder ganz aus Groß Britannien zurück, stand kurzfristig arrangiert, schon die nächste Tour auf dem Plan: Zum Pokal nach Frankreich. Übers Forum hatte mir Nobbi eine Mitfahrgelegenheit angeboten.

Ich stand also am Samstag  recht früh auf und fuhr gegen viertel vor zehn mit der Bahn nach Mönchengladbach-Rheydt wo Nobbi bereits wartete. Die Tour begann damit, dass der Wagen nicht ansprang. Bei zehnten oder elften, vielleicht aber auch erst bei zwanzigsten Versuch klappte es und es ging los über Belgien Richtung Saint Omer in Nordfrankreich. Die Fahrt verquatschte man mit dem üblichen Groundhopperkennenlerngedöns: Wie viele Grounds / Länderpunkte hast du? Ja? Ich habe soundso viele! (Wobei ich den Hopperschwanzvergleich  mit 130 zu >900 deutlich verlor!)  Was planst du sonst noch so? Was hast du zu letzt gemacht? Und so weiter…

Bereits in Belgien wechselten sich Nebel und klare Sicht regelmäßig ab. Das zog sich bis Frankreich und erste Sorgenfalten machten sich breit, ob denn wohl angepfiffen würde???

Erst recht als wir am Ortseingang von Saint Omer bei Macces speisten, und buchstäblich zu gucken konnten wie der Nebel ins Dorf kroch…

Es wurde angepfiffen, und zwar pünktlich um 18:00 Uhr das Spiel US Stain Omer – EA Guingamp. Da spielt ein französischer Sechstligist gegen einen Zweitligisten. Spätestens jetzt habe ich den Verstand verloren…Was tut man sich nicht alles an. Und das bei geschätzten –2 Grad Celsius. Das Spiel war ein typisches Pokalspiel und endete mit 3 zu 1 für Guingamp. Allerdings meinte der Schiri, Mitte der ersten Halbzeit, das Spiel für 10 Minuten unterbrechen zu müssen. Just in dem Moment wo sich der Nebel eindeutig lichtete. Verstanden hat das keiner.

Nach dem Spiel ging es direkt zum Auto. Völlig durchgefroren freuten wir uns über die Heizung besonders.

Ab nach Avion. Dorthin wich der Fünftligist Arras FA aus, um sein Pokalspiel gegen OGC Nice zu absolvieren. Der Verein von der Cote d´Azur ist schon etwas bekannter. Schließlich kicken die ja auch in der Ligue 1. Zu sehen war davon allerdings nichts. Und das in doppelter Hinsicht: Erstens spielten die grottenschlecht und zweitens war der Nebel hier so stark, das man das Tor am anderen Ende des Platzes schlicht und ergreifen nicht sehen konnte. Auch dieses Spiel wurde, hier allerdings nicht zu unrecht, kurzzeitig unterbrochen um sich zu beratschlagen ob man weiter spielen solle. Sie spielten weiter. Das Thermometer war inzwischen auf bestimmt – 8 Grad gefallen. Und auch ein paar Schichten Klamotten halfen da nicht mehr gegen die Kälte. Alle, das waren Nobbi und ich, sowie drei andere Hopper aus Köln, die wir zwischenzeitlich kennen gelernt hatten, frohren sich sonst was ab. Die anderen Zuschauer froren wahrscheinlich auch…

Das Spiel war noch schlechter als das Erste und die unterklassigen Kicker aus Arras hielten sich wacker. Erst in der Verlängerung mussten sie sich mit 1 zu 3 geschlagen geben. Immerhin hatte sich der Nebel zwischenzeitlich verzogen.

Nach dem Spiel ging es direkt ins F1 Hotel in Arras, wo wir nach einer heißen Dusche (natürlich getrennt von einander ) pennten.

Am nächsten Morgen, Sonntags, ging es weiter nach Saint Dezier. Hier spielte Eclaron US gegen Dijon F Cote d´Or. Fünfte gegen zweite Liga.

Vorher versuchten wie beinahe vergeblich etwas zu Essen zu bekommen. Aber die Stadt war wie ausgestorben. Obwohl es Mittagszeit war, hatte fast alles zu. Irgendwann fanden wir eine Döner/Burgerbude wo es auch ganz ordentlich schmeckte.

Dias Spiel verlief erwartungsgemäß und ging mit 5 zu 0 an den Verein aus der Senfstadt.

Auch hier war es saukalt. Unser Leid teilten wir diesmal jedoch mit zwei Hoppern aus dem Raum Frankfurt und drei Leuten aus dem Raum Kaiserslautern. Besonders zu erwähnen sei hier die leckere Wurst die es zu kaufen gab…

Auf der Fahrt nach Saint Dezier hatten wir kurz halt in Reims gemacht und uns dort von außen deren neues Stadion angeschaut. Ein netten Ding.

Als auch dieser Kick vorüber war ging es nach Metz wo wir Viktor aufgabelten, der über mitfahrgelegenheit.de dazu stieß. In Euskirchen lieferte uns Nobbi am Bahnhof ab. Viktor und ich fuhren nun mit einer langsamen Bummelbahn nach Köln zum Hauptbahnhof wo mir mein Anschluss nach Leichlingen natürlich vor der Nase wegfuhr. Schöne Scheiße. Da ich überhaupt keine Lust hatte eine Stunde zu warten, und die Tour wesentlich billiger gelaufen war als ich vorher kalkuliert hatte, setzte ich mich in den ICE um nach Solingen zu fahren. Das hätte mich circa 15 Euro gekostet, wenn der Schaffner nicht gesagt hätte: „Ich habe mein Fahrkartendruckautumaten jetzt nicht hier, ich drück mal ein Auge zu.“ So war diese Fahrt umsonst…Schön. Manchmal ist die DB halt doch toll…

In Solingen traf ich einen Bekannten der mich dann mit nach Leichlingen nahm…

 

Fazit:

Es war saukalt, die Spiel schlecht, zumindest das was man gesehen hat, die Leute nett.

Gerne nächstes Jahr wieder.

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