Bayer 04 und Hopping

D - NL - D - NL - B

Deutschland – Holland – Deutschland – Holland - Belgien

 

 

Das Wochenende vom 01.05. bis zum 03.05. sollte mal wieder ganz im Zeichen den Balls stehen. Des Fußballs.

Der Freitag begann damit, dass ich ne Stunde verpennt habe, um dann doch viel zu früh am Bahnhof zu sein, da die 09.48 Uhr Bahn nicht fuhr. So wartete ich auf den Zug um 10:14 Uhr und begab mich damit nach SG-Ohligs. Weiter ging es nach Düsseldorf und dann per Bummel-Regional-Express über die Dörfer nach Kleve zu.

 

1. FC Kleve – Preußen Münster.

 

Die 3,5 Kilometer zum Stadion lief ich. Im Stadion traf ich einen Bekannten aus LEV mit Begleitung aus dem Pott. Ich verquatschte die erste HZ mit den Beiden und begab mich zur zweiten HZ auf die überdachte Tribune. Von dort hatte ich einen guten Blick auf die Preußenfans. Diese hatten sich in zwei Gruppen aufgeteilt, die unabhängig von einander ihren eigenen Support durchzogen. Ziemlich bescheuert das Ganze. Angeblich gibt es da irgendwelche Unstimmigkeiten. Egal. Irgendwann haben die auch noch angefangen sich gegenseitig zu hauen. Als sich alles beruhigt hatte fingen die Klever an die Münsteraner anzupöbeln. Die pöbelten zurück. Und so entwickelten sich nette Szenen – und ich mittendrin.

Highlight war ein Volldepp mit Kleve-Schal und holländischem Akzent der die ganze Zeit grinsend und Schal hochhaltend ein „eens – nüll – eens – nüll“  an die Preußenfans richtete. Außerdem gab es noch einen Trottel in Jeansjacke, der die weiblichen Münsteraner ständig zum Oralverkehr aufforderte…Die Münsteraner schmissen mit Bier, trafen aber nur die Ordner. Die reagierten ziemlich relaxt, so dass die ganze Situation nicht eskalierte. Als es auf einmal 2:1 für Münster stand war der Holland-Depp nicht mehr zu sehen oder zu hören. Und auch Jeansjacke reagierte nicht mehr auf die Auforderungen der Münsteraner sich nach dem Spiel am Bahnhof blicken zu lassen.

Als ich nach dem Spiel an selbigem ankam war weder von den Münsteranern, noch von den Klevern irgendwas zu sehen. Lediglich ein paar 10 bis 12-jährige Jungs randalierten rum, in dem sie mit leeren Flaschen rumschmissen. Kein Wunder, was sollen die in der Provinz auch machen.

Per Bus ging es nun nach Nijmegen- Bahnhof. Am Schalter holte ich mir ein IC-Ticket für elf Euro nach Deventer wo heute

 

Go Ahead Eagels – TOP OSS

 

Spielen würde. Am Bahnhof angekommen lief ich auch hier zum Stadion. Diesmal waren es nur 1,5 Kilometer. Am Ticketoffice sagte ich:“ Das billigste Ticket bitte!“ – „Das sei aber auf der Kindertribune!“, war die Antwort. Na und – bin ich etwa Erwachsen???!!! Der Preis von sieben gegenüber 17 Euro entschädigte es, dass um mich herum Unmengen kreischender, umherlaufender, ständig durchwollender (weil Hunger habende) Kinder von 5 bis 14 Jahren waren. Ich beantrage hiermit, auch mit Aussicht auf meine künftige Arbeit, dass Kinder ab sofort schon mit fünf in den Stimmbruch kommen. Mädchen auch!!!

Nun ja, ich hatte es ja so gewollt.

Deventer ging schnell in Führung und gab diese nicht mehr her. Das Spiel war ziemlich schlecht. Die Stimmung allerdings für die zweite holländische Liga sehr geil. Zum Intro gabs bei Deventer eine große Blockfahne, die unterm Dach hochgezogen wurde und ein wenig Pyro. Auch stimmlich kam zumindest in Hälfte zwei einigen rüber. Top Oss war leider nicht zu vernehmen…  

Nach dem Spiel begann die Odyssee. Per IC ging es nach Enschede, mit der Regional Bahn nach Münster. 1,5 Stunden Aufenthalt. Weiter per RB nach Gelsenkirchen Hauptbahnhof. In dieser Bahn waren zwei Gruppen von jeweils circa 6 oder 7 Jungs – alle rappelvoll bis oben hin. Sie unterhielten den ganzen Zug mit Gesängen und feierten sich gegenseitig: Zitat: „Wir müssen aufhören weniger zu trinken!“ Recht so!

Drei Typen verpeilten Ihren Bahnhof, und als sie begriffen hatten, das sie raus müssen war es zu spät! So fuhren sie halt bis GE- Hauptbahnhof. Ja, ja – der Suff…

Von GE gings es nach einer halben Stunde weiter bis nach Düsseldorf. Wieder 1,5 Stunden Aufenthalt! Ich spazierte kreuz und quer durch den Bahnhof. Aß ein Croissant und eine Knusperstange, langweilte mich und spazierte weiter durch den Bahnhof. Um 04:58 kam endlich meine Bahn nach Gruiten. Dort war es zur Abwechslung mal nur eine Viertelstunde Aufenthalt und ich saß in der RB 48 nach Leichlingen. 

Um 06:00 Uhr fiel ich total geplättet ins mein Bett. Um 11 klingelte jedoch schon wieder der Wecker denn

 

 

FC Schalke 04 – Bayer 04

 

Stand auf dem Programm.

Schon wieder per Zug fuhr ich nach W – Vohwinkel, dem beschissensten Bahnhof der Welt. Eine halbe Stunde später fuhr ich zusammen mit einem Papa-LEV und einem Sohnemann-LEV, dessen Trikot ihn las Marius auswies über Essen nach GE. Hier war ich doch gestern erst…

Per Straßenbahn ging es nun zum JF Kennedy Platz. Weiter ging es nämlich nicht! Bahn kaputt. In den eingesetzten Bussen war ich einer der ersten, und ergatterte so einen Sitzplatz. Der Fahrer kutschierte den Bus direkt zu Gästekurve, was mir natürlich sehr gefiel. Die Schalker im Bus waren darüber allerdings ziemlich angepisst. Sicherheitstechnisch auch sehr fragwürdig…

Spiel 1 nach 77! Insider wissen Bescheid. Nicht- Insider googeln bitte nach „ Derby Köln – LEV am 05.04.09“ ! Die Stimmung war meiner Meinung nach sehr gut. Auch ohne Capos…

In Hälfte zwei machte noch irgendein Otto im Nebenblock auf sich aufmerksam, in dem er sich recht unerotisch den Hintern tätschelte. Gebracht hat es den Schalkern nix. Der Bayer gewann mit 2 zu 1.

Saldow von den Vikings nahm mich im Auto mit nach Leichlingen. Dafür bekommst in Berlin auch ein Bierchen. Versprochen!

In einer Frittenbude gönnte ich mir einen Gyrosteller und ging dann direkt nach hause. Dort checkte ich letzte Infos für den sonntäglichen Holland-Belgien-Doppler.

Schon wieder per Bahn fuhr ich schon über Wuppertal Vohwinkel, (um 7 hat hier auch noch der Kiosk geschlossen!!! ) und Essen nach Münster. In der Bahn setzte sich eine Truppe zu mir in den Vierer die offensichtlich von einem Rockfestival kamen. Allerdings als Band! Ihr Name „Zwang“. Siehe auch: www.zwang-rock.de! Ich schenkte ihnen eine HE-Aufkleber mit der Bitte diesen irgendwo in Berlin, denn da kamen sie her, hinzukleistern.

Von Münster aus ging es per Westfalenbahn nach Osnabrück. Dort wartete bereits Fabian samt Frau und los ging es zu

 

FC Volendam – FC Groningen

 

direkt am Ijsselmeer. Es war recht kalt und windig. Ein Ticket war schnell organisiert. So gingen wir eine Runde durch das Städtchen Volendam. Oma bekam eine Karte. An einem Fischstand fand ich dann heraus, dass Calamaris, egal wie frisch die aus dem Meer kommen, total widerlich sind, wenn sie in einer Mikrowelle aufgewärmt werden…

Im Stadion saß ich leider alleine, da Jenny und Fabian per Presseticket im Stadion waren. Das Spiel war unterirdisch schlecht. Für Groningen ging es um nix mehr und Volendam wollte, konnte aber nicht. In der vierten Minute der Nachspielzeit rettete dann Groningen das Spiel mit dem Tor des Tages zum 0 zu 1.

Stimmung gab es von Heimseite fast gar nicht und Groningen wusste mit ein paar grünen und weißen, kleinen Schwenkern zu gefallen. Wirklich laut wurden die aber auch nur selten…

Ab ins Auto und zu

 

AFC Tubize – RSC Anderlecht

 

gedüst.

Da Liege am Samstag nur 0 zu 0 gespielt hatte, würde Anderlecht mit einem Sieg beim designierten Absteiger Tubize Tabellenführer werden. Weder auf den Rängen noch auf dem Rasen war davon jedoch etwas zu spüren. Die Stimmung war verhalten und das Spiel hart und umkämpft aber spielerisch nicht gerade toll. An der Sicht lag es nicht, saßen wir doch auf der überdachten Haupttribune. Wer meine älteren Berichte gelesen hat, kann sich denken wie ich dahin gekommen bin…;-)

In der 84. Minute schossen die hart kämpfenden Tubizer tatsächlich das 1 zu 0 und spuckten den Nachbarn aus Anderlecht damit gehörig in die Meisterschaftssuppe.

Dann war es vorbei mit dem Frieden. Auf er Hintertortribune schepperte es kurz und gut, so dass alle Ordner und Cops in heller Aufregung waren. Nach zwei drei Minuten war der Spuk vorbei. Das Spiel jedoch sollte noch dauern. Der Schiri gab dem RSC Anderlecht sage und schreibe SECHS Minuten Nachspielzeit. Sicherlich etwas übertrieben.

In der 94. passierte das, was passieren musste: es fiel das 1 zu 1.

Nun wurde auch auf der Haupttribune kräftig geflucht und gepöbelt. Dann war Schluss.

 

Das Navi führte uns auf der Heimfahrt ein mal quer durch Brüssel, anstatt über den Autobahnring. Das nervte ziemlich. Kurz vor Aachen fielen mir die Augen zu, und erst kurz vor Köln gingen sie wieder auf.

Fabian fuhr mich noch nach Leichlingen wo wir um 01:15 eintrafen. So begab ich mich um halb zwei in die Federn…und träumte von der nächsten Tour am nächsten Wochenende in die schöne Schweiz…

 

 

 

 

 

 

 

 

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